DIE RADIOS DER NÄCHTE. Auf dem Weg ins Ungewisse. Die Dämonen und Heroen der Finsternis.

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Die Radios der Nächte. Kaffeepause

 

 DIE RADIOS DER NÄCHTE

 

 ROMAN

          

 WAHRE BEGEBENHEIT

        

 Psychothriller

 Magischer Realismus

 Spiritualität & Esoterik 

Fliegen Sie wieder ins Reich der Fantasie. Die Radios der Nächte. Ein Roman, der den schmalen Grat zwischen Traum und Realität in Frage stellt. Ich bin mir sicher, nicht alle in der Bar aus Istanbul sind; manche haben Brisen von Nordosten, manche von Südwesten, einige kommen in Form eines Sturms aus Nordwesten, manche haben Eigenschaften vom Schirokko. Es gibt auch einige, die aus Norden und Osten wehen, um die Stadt mit hellen Hoffnungen zu erobern … Istanbul; eine Stadt, die allen Brisen, Winden und Stürmen offensteht. Als der Abend näher rückte, wurde es kälter.  Während wir drinnen unsere Schlafplätze herrichteten, versäumten wir es nicht, vor der Höhle entzündetes Feuer mit Holz zu füttern. Nach Einbruch der Dunkelheit an diesem ruhigen Ort war es uns ein Vergnügen, Tee zu kochen, zu trinken, Worte um das Feuer zu wirbeln, wo niemand außer uns Fünfen ist. 4 in 1: Berg + Wald + Bach + Turgay Bora: Die Radios der NächteWir begannen auf dem Pfad entlang des Flusses in Richtung der Stadt zu gehen. Es war schon dunkel, und wir hatten noch etwa drei Stunden Zeit, bei leichtem Schneefall zu laufen. Schneeweiß sorgte für eine ausreichende Sicht. Cingöz witterte die Wölfe, knurrte gelegentlich und wurde mürrisch, er teilte uns mit, sie seien in der Nähe. Nach einer Weile tauchten sie endlich auf und folgten uns. Schwarze Kästen enthüllen Details welcher Ereignisse; das sind die Radios der Nächte.Nachts folge ich den Spuren wie ein Detektiv. Leider fehlt mir eine Pfeife, tagsüber hatte ich sie verkauft. Sanfter Regen draußen, der Südwind weht über das Meer, wir wandten unsere Gesichter einer Bar zu, während Riesenwellen aus dem Süden nacheinander ans Ufer peitschten, wie eine Ohrfeige ins Gesicht. Wir betreten das Haus, Murat kommt von der anderen Seite des Hauses heraus, vorne ist eine niedrige Mauer, ein schmales Tor und hinter der Mauer ist ein dunkler Garten. Murat geht in den Garten, ich schreie hinter ihm her; „nein, nein, geh nicht in diesen Garten, es ist der Garten von jemand anderem, komm sofort zurück!" Ich ging raus und schaute rundumher. Drüben auf der nebligen Straße, etwa fünfzig Meter weit, stand sie im Nebel, mit sich selbst. Nach diesem, mich tief berührenden Gespräch saß ich lange Zeit hilflos, bewegungslos, atemlos und was weiß denn ich, mit allem Drum und Dran, was noch endlich los ist … Es war dunkel, sowohl räumlich als auch innerlich. Ich versuchte, mich selbst im Dunkeln zu finden. Unten im Tal fließt ein Bach in seinem breiten    Bett, die andere Talseite ist noch steiler felsig. Als ich sah, dass nicht mal ein Vogel flog, fing ich an zu schreien, schrie rebellisch, so laut ich konnte. Ich schrie alles, was ich wollte, und niemand hörte mich, außer Gott. Ich höre Klänge von unten, aus dem Keller, gehe hin. Während ich die Treppe hinuntergehe, wird es dunkler und der Klang klarer. Dies ist ein musikalischer Klang. Ich sehe mich um, will wissen, woher die Musik kommt. Ich sehe dort ein Grab, komme immer näher, musikalische Klänge kommen aus dem Grab. Wer weiß, wie lange noch diese leblosen Felsstücke die Blicke der weiteren Zivilisationen auf sich ziehen werden und irgendwann widerspiegeln; so wie ein Zeitspiegel. Als ich im Kindesalter manchmal die Felsen betrachtete, versuchte sie mit meinen Augen in menschliche oder tierische Gestalt zu formen, und konnte sie sehen. Ein winziger Blick genügte riesige Felsen zu gestalten. … Bomber, Bomben, Kriege, auf die Armee zugetriebene Rinderherden … Der Hauptverdächtige in den Ereignissen ist Osama bin Laden. Er wird überall gesucht ... Die US-Behörden erklärten, sie würden mit den Bombenangriffen auf Afghanistan beginnen, nachdem der Papst Kasachstan verlassen würde.Nach einem lauten Knall in den Ohren sprang ich plötzlich wie alle anderen auf. Einige der Leute, die herumliefen und schrien, stießen sich hin und her, während die von der Hängedecke abgebrochenen Partikel auf meinen Kopf fielen. Ich schaute erstaunt zurück. Am Tisch direkt hinter mir saß niemand, die Marmorplatte des Tisches dahinter war zerbrochen, und ein Mann am Tisch, starrte mich an wie Charlie Chaplin, der Stummfilmheld, dessen Bombe in seiner Hand explodierte. Wir hatten Augenkontakt, auf einmal floss viel Blut aus seinem zerrissenen Bauch. Herr Mayer sagte in meinem Traum; „mach in der Gegend etwas sauber“. Die Vorbereitungen für Silvester sind getroffen und ich drücke auf „Start“. Einer der bewaffneten Soldaten kommt zu mir und spricht mich an. Er spricht Türkisch. Ich sage ihm, dass ich Türke bin, er glaubt mir aber nicht. Ich füge zu: „Ich komme aus Afghanistan“. Dann fragt er mich nach der Uhrzeit. „Es ist zwölf Uhr. Ich habe vergessen, die afghanische Zeit auf türkische Zeit umzustellen“, antworte ich ihm.Werden sie wirklich kommen? Ich muss mit jemandem reden; aber mit wem? Zwischen diesen, vier turbulenten Wänden befinden sich nur ein Utopist ohne Ruder und ein Gespenst, das herumflattert. Die prächtige Frau schlängelte sich wie ein Fragezeichen vor meinen Augen, eine mysteriöse Schönheit, so wie jeder geheimnisvolle, feine Duft; weiß jemand, woher eine Rose ihren Duft hat?Während Nathalies wunderschöner, nackter Körper wie ein prächtiges Ölgemälde vor meinen Augen stand, pfiff die Lokomotive lange, dann bewegten sich die Kolben der Dampflok. Ich denke, es gibt zwei Arten von Beutelschneiderei: Die erste ist modisch; da macht man lange Finger ohne Waffen. Die zweite ist altmodisch; da zieht man seine Waffen und sie werden Banditen genannt. Die erste geschieht bei Tageslicht, die zweite in dunklen Nächten. Es muss Gründe für manche Seelen geben, die darauf bestehen, nicht ins Jenseits zu gehen, insbesondere wenn es sich um die Seele eines Kindes handelt, das noch nicht einmal sein irdisches Leben genossen hat.